Maibaum


Zum ersten Mal wurde der Maibaum am 30. April 1985 vom damals neu gegründeten BPV aufgestellt. Dieser Brauch, das Aufstellen des Maibaums, besteht auch heute noch.

Zwei Wochen vor dem 1.Mai werden zwei Personen des Vereins, meist aus dem Vorstand, ausgesandt, um den schönsten und größten Maibaum im Gemeindewald auszusuchen. Natürlich im Beisein des Försters. Nach Absprache eines Termins wird dieser dann gefällt und entastet. Meist mit schwerem Gerät transportiert man den Baum dann zum Sportplatz, wo die für den Maibaum vorgesehene Halterung steht.

Dann, am Nachmittag des 30. April müssen die neuen Mitglieder des Vereins den Baum schälen. Der Rest der Mannschaft teilt sich für andere Arbeiten auf. Ein Teil fährt in den Wald eine Maibaumspitze organisieren, der andere Teil bindet aus zuvor gesammelten Tannenzweigen einen Kranz. Zu guter Letzt, bevor der Baum aufgestellt wird, werden Spitze und Kranz von den Vereinsmitgliedern geschmückt.

Jetzt kommt der spannende Teil des Abends, den auch viele Bürger der Gemeinde gespannt beobachten. Unter Zuhilfenahme eines Radladers oder Baggers wird der Baum dann in den frühen Abendstunden aufgestellt. Nach diesem Akt wird der Baum dann sofort gesichert und der anschließenden Feier steht nichts mehr im Wege.

Mainacht


In der Nacht zum 1.Mai machen sich die Junggesellen fertig zum Beutezug durchs nächtliche Oberbettingen. Hierbei wird alles was nicht niet- und nagelfest ist am Sportplatz zusammen getragen. Meist handelt es sich um Mülltonnen, Fußmatten oder Gartentore. Es kam auch schon vor, dass sich Autoanhänger und Traktoren am Morgen des 1.Mai am Sportplatz wieder fanden..

Während die einen auf Beutezug sind, bewachen andere Mitglieder den Maibaum. Denn es könnte sein, dass Junggesellen aus den umliegenden Dörfern kommen, um ihn zu fällen (Wie der Brauch es auch erlaubt). Doch meistens sitzen die Junggesellen zusammen um ein Lagerfeuer in der Nähe des Maibaum und amüsieren sich. Am Morgen des 1.Mai kommen dann die achtlosen Besitzer und transportieren ihr "gestohlenes" Eigentum wieder mit nach Hause.

Nach einem ausgiebigem Frühstück in Oberbettingens Gastwirtschaft löst sich die abgekämpfte Truppe auf und schläft ihren Rausch aus.