Kirmes

Einer der Höhepunkte der Junggesellenbräuche ist die Kirmes in Oberbettingen. Eine Stirnplatte eines Ochsen oder von einem Stier mit gewaltigen Hörnern wird am Tag der Kirmeseröffnung an einer bestimmten Stelle im Ort ausgegraben. Ein im voraus vom BPV gewähltes Mitglied wird als Pastor ernannt. Dieser leitet geistlisch den Verein durch das Kirmes Wochenende. Nach langem graben der Neuen und etlichen Schnäpsen wird der Kirmesknauch geborgen und an einem Stiel befestigt. Nach einem ausgiebigen Umtrunk in den Lokalen von Oberbettingen geht es dann zum Festplatz. Hier spricht der Pastor der Kirmes seinen Segen aus, womit offiziell die Kirmes eröffnet ist und der Bierbrunnen natürlich auch. Am letzten Tag der Kirmes werden noch die neu errichteten Häuser vom Pastor getauft. Die Häuser, damit auch ihre Bewohner, bekommen von den Junggesellen einen Hausnamen. Im Gegenzug bekommen die Junggesellen von den Hausbesitzern eine kleine Spende.

Nach der Häusertaufe wird der Kirmesknochen unter der Teilnahme der Bevälkerung von Oberbettingen wieder an der Stelle begraben, wo er auch ausgegraben wurde. Dazu werden von der Trauergemeinde meist derbe und heftige Trauerlieder gesungen.