Polterabend

Meist ein paar Tage nach dem Junggesellenabschied ist dann die Hochzeit des Paares und abends dann der Polterabend.

Hier trifft sich der ganze Verein um dem Brautpaar alles Gute zu wünschen. Früher wurde ein Tag vor der kirchlichen Trauung, dieser Tag war in der Regel auch der Tag der zivilen Trauung, der auswärtige Bräutigam geschliffen. Dazu wurde mit Gegenständen meist aus landwirtschaftlichen Geräten ein schriller Lärm veranstaltet der den Bräutigam dazu veranlaßte eine Spende zu geben.

Heute wird mit Hilfe eines aufgebockten Holzrades mit Metallbeschlag geschliffen. An eine Speiche des Holzrades wird eine Kette gefestigt die durch Muskelkraft eines Junggesellen aus dem Verein das Rad zum drehen bringen muß. Hat der Junggeselle das Rad richtig in Schwung gebracht drückt ein anderer eine alte Sense auf den Metallbeschlag, so daß ein sehr schriller Ton entsteht.

Heiratet ein Paar, wo beide aus dem gleichen Dorf stammen, fällt das Schleifen aus. Heiratet jemand aus dem Dorf, wo einer der beiden eine verflossene Liebe hatte, streuen die Junggesellen einen gut sichtbaren Pfad aus Kalk zum Haus der /des verflossenen hin. Die sogenannte Kalkspur. Der oder die Verflossene bekam auch manchmal eine große Strohpuppe nahe der Dorfkirche aufgehangen als Trost, die Sogenannte Trustpopp.

Nach dem Schleifen bekommt das Brautpaar noch ein Lied gesungen und ein Geschenk überreicht. Danach geht es dann zum gemütlichen Teil des Abends über